Geris beredtes Schweigen
Ach, Leserinnen, Leser, warum habt Ihr Geri alleingelassen? Ein Drittel von Euch war dafür, dass er Airas Bitte nach Diskretion respektiert, ein Drittel plädierte heftig für das Gegenteil, und ein Drittel wollte Geri die Entscheidung selbst überlassen. Ihr spiegelt genau den Kampf, der sich in Geri abspielt. Schon immer abgespielt hat: Ein Drittel dafür, ein Drittel dagegen, und ein Drittel unentschieden.
So habt Ihr es also zu verantworten, dass Geri, schon auf halbem Weg zum Club81, stehenbleibt, sich etwas zu theatralisch (die Camparis) an die Stirn fasst, rechtsumkehrt macht und wieder auf das Grappino zusteuert, das er soeben verlassen hat. Als er es betritt, ist es noch leerer, als vor fünf Minuten. Sein Glas steht noch dort. Der Zitronenschnitz schwimmt in einer Pfütze aus geschmolzenem Eis.
Erst als er Vannis fragendem Blick begegnet, wird Geri klar, dass er einen Fehler gemacht hat: Nur einsame Herzen und Alkoholiker verlassen ein Lokal nach vier Camparis, nur um ein paar Minuten später wiederzukommen und einen fünften zu bestellen.