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Die Trendsetting-Krise

Il­lus­tra­ti­on ©Ge­fe

Die al­ler­ers­te Ge­schich­te über Ge­ri Wei­bel han­del­te von sei­ner Un­si­cher­heit dar­über, wie man sich trend­ge­recht be­grüßt. In der Be­grü­ßungs­fra­ge herrsch­te da­mals näm­lich Cha­os.

Ge­ri hasst Cha­os. Ei­ner wie er, der ge­ra­de in Fra­gen des ge­sell­schaft­li­chen Know-hows al­les rich­tig ma­chen will, ist auf Re­geln an­ge­wie­sen. Er muss wis­sen: Das ist falsch, und das ist rich­tig, bas­ta. Er hü­tet sich vor je­der Form des In­di­vi­dua­lis­mus. Au­ßer der gän­gi­gen, na­tür­lich. Nicht der all­ge­mein gän­gi­gen – Ge­ri will kein Nach­ah­mer sein – son­dern aus­schließ­lich der in sei­nen Krei­sen gän­gi­gen. Je­mand Pro­gres­si­vem wie Ro­bi Mei­li, dem Trend­ba­ro­me­ter der Cli­que, zu fol­gen, gilt ja für die All­ge­mein­heit im­mer noch als Pio­nier­leis­tung.

Die Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit in der Be­grü­ßungs­fra­ge da­mals war, um ei­nen Aus­druck zu ver­wen­den, der zu der Zeit noch prak­tisch un­be­nutzt war, krass: Klas­si­sche Drei­fa­che, Drei­fa­che mit Luft­küs­sen, Scha­ra­den-Drei­fa­che, ab­ge­wand­te Lip­pen­spit­zer, männ­lich-gleich­ge­schlecht­li­che Schul­tershaker, al­les kreuz und quer.