Kolumne

 

Keine Frage beschäftigt Schuhmacher zurzeit mehr als diese eine, große: Besitze ich Charisma?

Früher hatte ihn das nicht interessiert, er wusste nicht einmal genau, was das ist: Charisma. Aber seit sein Boss und beinahe Namensvetter, Schuhmann, über einen Managerkollegen der Konkurrenz be­wun­dernd sagte: „Man kann von ihm halten, was man will, aber eines muss man ihm lassen: Charisma hat er“, lässt ihn die Frage nicht mehr los.

Falls Charisma eine Führungseigenschaft ist, auf die Schuhmann Wert legt, sollte er sie sich dringend zulegen.

Schuhmacher googelt „Charisma“ und erfährt rasch, dass es etwas ist, was er wahrscheinlich ohnehin bereits besitzt: Intellekt, Ideale, Individualismus, Inspiration. Fragt sich nur, weshalb bisher nie jemand gesagt hat: „Wow, das Charisma, das du draufhast.“

Er recherchiert weiter und stößt auf die Aussage, dass man Charisma zwar schlecht beschreiben kann, aber es jemandem anmerkt, sobald er den Raum betritt.

Aha, denkt Schuhmacher, meine charismatischen Eigenschaften sind einfach zu innerlich. Die sieht man natürlich nicht auf den ersten Blick.

Und er macht sich auf die Suche nach den äußerlichen.

 

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