Kolumne

 

Lesen Sie hier 16 Originalzitate der letzten Jahre über  Martin Suter. Keines davon ist erfunden. Auf Nachfrage lässt  der  Schriftsteller ausrichten, er habe sich an keinem gestört.

 

„Martin Suter, 67, ist eine elegante Erscheinung, er trägt einen anthrazitfarbenen Anzug mit weißem Hemd und grauem Pullover mit V-Ausschnitt, dazu eine schmale Krawatte. Seine Hände sind zart, die Haare akkurat nach hinten gekämmt. Unter der Anzugjacke leuchten bunte Armbänder hervor, der einzige Bruch zum Gentleman-Look.“ Madame

 „Er wirkt ein bisschen kleiner, zerbrechlicher, als ich ihn in Erinnerung hab. Was daran liegen mag, dass er damals – es war auf irgendeiner Frankfurter Buchmesse -, der offizielle Martin Suter war, die Martin Suter-Inszenierung, die Haare nach hinten gegelt, Anzug, krawattenlos, Hemd bis zum letzten Knopf nach oben geschlossen. Jetzt blickt er und spricht er leise und langsam aus einem ganz anderen Ensemble.“ Die Welt

"Andere Literaten haben es gern anstrengend. Er hat es gern schön. Dafür muss man ihn mindestens so schätzen wie für seine wunderbaren Romane. Dass er uns dazu die Vorstellung mitliefert, da draußen gebe es Männer, die die Klarheit eines Bergsees, die Zuverlässigkeit einer Schweizer Uhr, den Sex-Appeal des Globetrotters und die Bodenständigkeit eines Käsefondues in sich vereinen - dafür gehört ein ganzer Planet nach Suter benannt. Er sagt: „Den Sonnenuntergang versuche ich immer mit meiner Frau bei einem Aperitif zu verbringen." myself, München

„Martin Suter trägt das Hemd (respektive den obersten Knopf der Leiste) offen über der leichten Sommerhose.“ Die Welt

„Sein Markenzeichen ist das nach hinten gegelte Haar; Anzug und Krawatte sind makellos und nach oben hin geschlossen.“ literaturtipps

„Die Brillantine soll seine Löckchen killen Martin Suter: Das sind gegelte Haare, die meistens straff zurückgekämmt sind. Der Zürcher Erfolgsschriftsteller war einst Werber, avancierte in jungen Jahren zum Kreativdirektor bei einer renommierten Agentur sowie zum Präsidenten des Art Directors Club der Schweiz. Es war ein Milieu, in dem eine Gelfrisur nicht auffiel, sondern im Gegenteil normal war; sie galt unter Werbern, PR-Leuten, Financiers damals als Ausdruck von Forschheit. Mittlerweile leben wir allerdings in einer anderen Epoche. Suters Haare stellen einen rührenden Anachronismus dar – sie fallen als unzeitig auf, sind sozusagen museal, indem sie auf einen entschwundenen Zeitgeist verweisen. Suter selber besteht darauf, dass die Geliererei nie ein Zugeständnis an die Mode gewesen sei. Sondern Notwehr: «Ohne hätte ich viele Löckchen, und die habe ich gar nicht gern.» Zudem handle es sich nicht um Gel, sondern um Brillantine.“ Tagesanzeiger

„Suter, der mit Romanen wie „Small World“, „Die dunkle Seite des Mondes“, „Montecristo“ und den Allmen-Krimis bekannt wurde, ist ein feiner, soignierter Herr, der Krawatte und Einstecktuch trägt. Er ist überraschend klein (...)“ Hamburger Abendblatt

„Musik und Literatur verbinden Martin Suter (mit Krawatte) und Stephan Eicher. Beide mögen traurige Lieder lieber als fröhliche.“ Aargauer Zeitung

„Stets tadellos gekleidet Martin Suter ist ein Berufsautor mit hohem Arbeitsethos, er arbeitet nach festem Stundenplan wie die meisten anderen Erwerbstätigen. Dabei lümmelt er nicht etwa im Trainer rum, sondern trägt stets Anzug und Krawatte.“ SDA

„Der Mann mit den streng zurückgekämmten, gelglänzenden Haaren schüttelt sanft den Kopf. „Der Druck liegt beim Verlag, nicht bei mir.“ SDA

„Fast könnte man meinen, der Mann in dem dunkelgrauen Anzug und dem weißen Hemd mit der dunklen Krawatte käme gerade von einer Trauerfeier. Und er spricht auch so: meist leise, bedrückt, grüblerisch.“ Peiner Allgemeine

„Manche Feuilletonisten glauben immer noch, dass Künstler gefälligst schlecht gekleidete Armutsdarsteller sein müssten. Da gilt der Mann mit den zurückgegelten Haaren und den perfekt sitzenden Anzügen samt Einstecktuch als Affront auf den ersten Blick.“ Kölnische Rundschau

„(...) - der elegante Schweizer mit den zurückgegelten Haaren ist überall. Und er versprüht den stilsicheren Charme eines Bonvivants. Einer, der Champagner mag, edle Anzüge, und allgemein das gute Leben.“ Focus

„Der Autor tarnt sich gut. Er trägt tolle Anzüge und meist streng nach hinten gestriegelte Haare;“ Der Spiegel

„Suter wirkt wie ein Mann, der stets auf der Hut ist. Er faltet häufig die Hände über dem Couchtisch, während er spricht. Er ist lässig und teuer angezogen, sein weißes Hemd ist bis zum Hals zugeknöpft, sein Gesicht sieht sympathisch zerknautscht aus.“ Der Spiegel

„Martin Suter besitzt nicht nur eine elegante Schreibfeder. Mit schwarzem Cordanzug und bernsteinfarbener Brille bekleidet sinniert er für Klassik-Pop-et cetera bedächtig bis melancholisch über seine Vergangenheit.“ Deutschlandfunk

 

 

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