Kolumne

 

 

 

Karlheinz Bender hat nun schon seit über einem Jahr den Vertrieb der Schwandag unter sich. Der Wechsel von Düsseldorf nach Zürich ist ihm nicht ganz leichtgefallen. Aber leichter als seiner Frau Gwen und seinen beiden Töchtern Katja und Sandra. Doch inzwischen muss er feststellen, dass die drei Frauen voll integriert sind, Schule, Freundeskreis, Shoppingpräferenzen und so weiter. Wohingegen er integrationstechnisch auf gewisse Schwierigkeiten stößt.

Dabei war er immer einer gewesen, der seinen Laden rasch im Griff hatte. Nicht zuletzt deshalb hat sein Headhunter ihn der Schwandag so warm empfohlen. Aber diesmal funktioniert seine Methode nicht.

Seine Methode ist die feine Klinge. Er führt sie wie d'Artagnan, der vierte der drei Musketiere: elegant, verspielt und tödlich effizient.

Aber bei der Schwandag läuft er damit ins Leere. Vor allem bei Gerster, der Nummer zwei des Vertriebs, der seit sechzehn Jahren dabei ist und sich Hoffnungen auf den Job gemacht hat, für den man – „nach gründlicher Evaluation“, wie es hieß – schließlich Bender aus Düsseldorf geholt hat.

 

 

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