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Die Sockenfrage

Dass der Lock­down vor­bei ist, hat für Ge­ri nicht nur Vor­tei­le. Fra­gen, die durch die mo­na­te­lan­ge Orts­ge­bun­den­heit in den Hin­ter­grund ge­rückt wa­ren, wer­den plötz­lich wie­der prio­ri­tär, wie Fred­dy Gut sich aus­drü­cken wür­de. Zum Bei­spiel Sty­ling­fra­gen.

Vor den Au­gen Hans­pe­ters, sei­nes Airbnb-Ver­mie­ters, des ein­zi­gen Men­schen, der ihn in die­ser Zeit sah, falsch ge­sty­led zu sein, war kein Pro­blem ge­we­sen. Im Ge­gen­teil: Wenn Hans­pe­ter ihm ein Kom­pli­ment für sein Sty­ling ma­chen wür­de, müss­te er sich Sor­gen ma­chen. Aber jetzt hieß es wie­der Spieß­ru­ten­lau­fen zwi­schen den Trend­ex­per­ten sei­ner Sze­ne, be­kannt­lich kei­ne ein­fa­che Sa­che.

In der Pra­xis be­deu­te­te das für Ge­ri: Trend­scou­ting. Al­so re­gel­mä­ßig Sze­neschau­plät­ze aus­kund­schaf­ten, oh­ne von der Cli­que er­wischt zu wer­den, und Trends ent­de­cken – oder noch bes­ser: er­ah­nen. Denn wenn er sie er­ahnt, kann er hof­fen, sie bei­na­he ein we­nig zu set­ten.

Im Claus, ei­ner Sze­ne Es­pres­so­bar, stößt er auf ei­nen Trend, von dem er nicht weiß, ob er brand­neu ist, oder ob er ihm we­gen der Stel­le, an der er sich ma­ni­fes­tiert, ein­fach noch nie auf­ge­fal­len ist. Er nennt ihn spon­tan No­socks.

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