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Die Begrüßungsfrage

Im Jahr 1997 be­gann Mar­tin Suter mit ei­ner neu­en Ko­lum­ne in FOLIO, der Mo­nats­bei­la­ge der NZZ. Hier wächst das Ar­chiv die­ser Rei­he lang­sam her­an.

Es gibt Leu­te, die kön­nen tun, was sie wol­len, es sieht im­mer rich­tig aus. Ge­ri Wei­bel ist nicht ei­ner von ih­nen. Er muss sich al­les er­ar­bei­ten. Wenn et­was bei ihm rich­tig aus­sieht, dann ist das das Re­sul­tat von prä­zi­ser Um­set­zung ge­nau­er Be­ob­ach­tun­gen. Nicht, dass er be­son­ders un­ge­lenk wä­re. Er ver­fügt durch­aus über ei­ne ge­wis­se na­tür­li­che An­mut, wenn er un­be­ob­ach­tet ist. Aber Ge­ri Wei­bel ist nie un­be­ob­ach­tet, denn er be­ob­ach­tet sich selbst. Er sitzt sich im Na­cken und war­tet auf sei­nen nächs­ten Feh­ler. Meis­tens muss er nicht lan­ge war­ten.