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Häberle inkognito

Das ist das Schö­ne an ei­ner al­ten De­mo­kra­tie, sagt Hä­ber­le im­mer: wenn der Prinz Charles an den Ski­lift kommt, muss er hin­ten an­ste­hen, wie je­der an­de­re auch.

Das gilt auch für Hä­ber­le. Da kräht kein Hahn da­nach, ob es sich bei dem Herrn im mit­ter­nachts­blau­en Skiover­all um ei­nen der Vor­tän­zer auf dem Wirt­schafts­par­kett han­delt oder um ei­nen ein­fa­chen Pro­ku­ris­ten, der ein­mal an der Luft schnup­pern will, mit dem sich der in­ter­na­tio­na­le Jet-Set die Lun­gen füllt.

Hä­ber­le fin­det sich nicht nur ab mit die­ser Gleich­be­hand­lung, er ge­nießt sie in vol­len Zü­gen. Wie ein ori­en­ta­li­scher Herr­scher, der sich ver­klei­det auf den Souk schleicht, um zu hö­ren, was das ein­fa­che Volk über sei­ne Re­gent­schaft sagt. Auch wenn Hä­ber­les Re­gent­schaft in der Uni­al das ein­fa­che Volk nicht so di­rekt be­wegt, weil es de­ren Aus­wir­kun­gen auf sein Wohl­erge­hen un­ter­schätzt: hier, un­ter dem volks­wirt­schaft­lich be­wuss­te­ren Pu­bli­kum ei­nes Lu­xus­kur­orts tarnt er sich vor­sorg­lich mit Müt­ze und Son­nen­bril­le.