Hier immer PoesiePingPong

Die Schublade des Schreckens

Pflugers Bü­ro sieht aus wie ein Mus­ter­zim­mer in ei­ner Bü­ro­mö­bel­aus­stel­lung. Nichts deu­tet dar­auf hin, dass dar­in ein mensch­li­ches We­sen ar­bei­tet, au­ßer zwei­mal täg­lich ei­ne Reinigungskraft.

Aber die­ser Ein­druck täuscht. In Pflugers Bü­ro wird sehr wohl ge­ar­bei­tet. Und zwar län­ger als in den meis­ten an­de­ren Bü­ros der Ab­tei­lung. Und zwar durch Pfluger selbst.

Da­bei ist Pfluger kein ord­nungs­lie­ben­der Mensch. Das Bild, das sein Bü­ro bie­tet, ist nicht auf sei­ne Ord­nungs­lie­be zu­rück­zu­füh­ren, son­dern auf sei­nen Un­ord­nungs­hass. Das ist ein gro­ßer Un­ter­schied. Die Din­ge ver­su­chen sich da­durch in sein Be­wusst­sein zu drän­gen, dass sie nicht an ih­rem Platz sind. Und sol­che Din­ge sind pendent. 

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