27.6.00 Wie sag’ ich es Anita

De­cker kommt ins Wohn­zim­mer zu­rück und setzt sich ne­ben Ani­ta aufs Sofa.

„Kann Ian le­sen?“, fragt er nach ei­ner Weile.

„Wie kommst du dar­auf? Ian ist fünf.“

„Er hat mich ge­be­ten, Licht zu las­sen. Er wol­le noch lesen.“

„Er nennt es lesen.“

„Ach so.“

Ani­ta zappt durch die Pro­gram­me. De­cker schenkt die bei­den Rot­wein­glä­ser voll. „Schö­ner Va­ter“, sagt er, „der nicht ein­mal weiß, ob sein Jüngs­ter le­sen kann.“

„Das kannst du laut sa­gen“, ant­wor­tet Ani­ta, über­rascht, dass er es ist, der da­von an­fängt. Das ist sonst ihr The­ma. „Kürz­lich hat er mich ge­fragt, war­um er dich nie be­su­chen darf, wie der Chris­toph sei­nen Pa­pi. Chris­tophs El­tern sind geschieden.“ 

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