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Videokonferenz im Home-Office

Je­den Mon­tag zwi­schen zehn und zwölf ist das Wohn­zim­mer der Geb­hardts für die Fa­mi­lie ta­bu. Dann hält näm­lich Dr. Klaus Kopp sei­ne Vi­deo­kon­fe­renz ab.

Al­le Be­reichs­lei­ter fin­den sich je­weils vor ih­ren Bild­schir­men ein, re­ka­pi­tu­lie­ren die ver­gan­ge­ne Wo­che und lie­fern ei­ne knap­pe Vor­aus­schau auf die kom­men­de.

Es herrscht je­des Mal ei­ne ge­wis­se Ner­vo­si­tät. Man er­kennt sie an ei­ner über­trie­be­nen Auf­ge­räumtheit. Nicht nur im über­tra­ge­nen Sinn: Die Bild­aus­schnit­te, in de­nen die Teil­neh­mer sit­zen, sind ta­del­los auf­ge­räumt. Denn Dr. Kopp ist ei­ner, der zum Bei­spiel Be­wer­ber nach dem Zu­stand ih­rer Schuh­ab­sät­ze be­ur­teilt. Ein we­nig ab­ge­latscht, und schon ist ei­ner chan­cen­los. Oder nach dem Knopf am Hemds­är­mel, mit dem man den Schlitz über der Man­schet­te ver­schließt. Wenn der ge­öff­net ist, be­trach­tet Dr. Kopp es als Be­weis für ei­nen ge­ne­rel­len Hang zur Nach­läs­sig­keit.