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Business Class

Pfeiffers Neubeginn

„Geht das?“

Pfeif­fer steht am Bett­rand und blickt fra­gend zu Bar­ba­ra hin­un­ter.

Sie blin­zelt über den Rand ih­rer Zeit­schrift zu ihm hoch. „Was?“

 „Das Sty­ling.“
Bar­ba­ra seufzt und legt die Zeit­schrift auf die Bett­de­cke. „Zwei Schrit­te zu­rück“, be­fiehlt sie.

Pfeif­fer geht zu­rück zur Schlaf­zim­mer­tür, knipst die De­cken­lam­pe an und stellt sich thea­tra­lisch ins Licht.

 „Sty­ling wür­de ich es nicht ge­ra­de nen­nen“, sagt Bar­ba­ra.

Er ant­wor­tet nicht, ver­dreht nur ge­nervt die Au­gen.

Bar­ba­ra mus­tert ihn, dann zuckt sie mit den Schul­tern. „Sieht nor­mal aus.“

 „Nor­mal?“

 „Ja. Wie vor dem Lock­down.“
Pfeif­fer seufzt.

 „Soll es das nicht?“
„Das weiß ich eben nicht. Soll ich zu­rück­kom­men, als wä­re ich nie weg ge­we­sen? Muss ei­ne Kri­se, die die gan­ze Welt auf den Kopf ge­stellt und ge­sell­schaft­lich, wirt­schaft­lich, po­li­tisch, ge­sund­heit­lich kei­nen Stein auf dem an­de­ren ge­las­sen hat, nicht auch sty­ling­mä­ßig Spu­ren hin­ter­las­sen?“

 „Was für Spu­ren zum Bei­spiel?“, er­kun­digt sich Bar­ba­ra mit er­zwun­ge­ner Ge­duld.

“Weiß nicht. An­de­re Kra­wat­te?“

 „Ver­ste­he. Die mit den Pin­gui­nen.“