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Höhere Gewalt

Zehn Ta­ge nach sei­nem Zwei­und­fünf­zigs­ten hat der Ver­wal­tungs­rat ei­ne in­ter­ne Lö­sung be­schlos­sen. Und die heißt Rup­pert.

Chris­ti­an Fe­lix Rup­pert wird Kurt Mar­tens’ Nach­fol­ger. Mar­tens, der aus ei­ner Mi­schung aus Alters‑, Ge­sund­heits- und – nen­nen wir das Kind beim Na­men – Fä­hig­keits­grün­den das Amt des CEO vor­zei­tig ab­gibt und nur noch pro for­ma als „Chief Ge­ne­ral Con­sul­tant“ (wer sich die­sen Ti­tel wohl aus­ge­dacht hat?) fi­gu­riert.

Nach Rup­perts Mei­nung war die­ser Schritt schon lan­ge fäl­lig. Aber wie man weiß, ist bei den Per­so­nal­ent­schei­dun­gen, vor al­lem bei de­nen von die­ser Trag­wei­te, die Mei­nung der Be­trof­fe­nen die am we­nigs­ten ge­frag­te. Es bleibt ih­nen nichts an­de­res üb­rig, als sich durch Leis­tung zu emp­feh­len. Das hat Rup­pert nach­drück­lich ge­tan.

Aber Mar­tens war auch nicht un­tä­tig ge­blie­ben. Er hat sich da­durch nach­drück­lich emp­foh­len, dass er Rup­pert ge­för­dert hat, der schlaue Fuchs. Statt, wie es die Num­mer eins sonst häu­fig tut, den po­ten­ti­el­len Nach­fol­ger zu ver­hin­dern, hat Mar­tens sei­nen nicht nur ge­för­dert. Er hat ihn ent­deckt.

Das war in ver­schie­de­ner Hin­sicht ein be­son­ders raf­fi­nier­ter Schach­zug: Es zeig­te Grö­ße. Wel­cher CEO ent­deckt und för­dert schon sei­nen ei­ge­nen Nach­fol­ger? Und es streu­te Miss­trau­en. Wie gut kann ein Nach­fol­ger sein, der von sei­nem ei­ge­nen Vor­gän­ger ge­för­dert wird?