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Fleigert mit Brigitte am Place to B

Karl Flei­gert fällt aus al­len Wol­ken: Er ist an die PLACE TO B‑PARTY der BILD ein­ge­la­den. Er weiß nicht, durch wel­che Ver­ket­tung wel­cher Um­stän­de dies ge­sche­hen ist, aber ES IST GESCHEHEN. Es ist zwei­fel­los sein Na­me, der auf der Ein­la­dung steht: Karl J. Flei­gert.

Er muss sich erst ein­mal set­zen, um die Trag­wei­te die­ser Ent­wick­lung zu ver­ar­bei­ten. Und er tut dies in Ge­sell­schaft von John­nie. John­nie Wal­ker.

Noch nie war er auch nur an­nä­hernd an die PLACE TO B‑PARTY ein­ge­la­den wor­den. Nicht, dass ihm das auch nur das Ge­rings­te aus­ge­macht hät­te. Es war ihm im­mer ab­so­lut wurscht ge­we­sen. Im Ge­gen­teil: Wenn Bri­git­te ihn je­weils fragt: „War­um sind ei­gent­lich WIR nie auf die­se Par­ty ein­ge­la­den?“, ant­wor­tet er im­mer: „Weil die wis­sen, dass ich oh­ne­hin ab­sa­gen wür­de.“

„Du viel­leicht“, pflegt sie dar­auf schnip­pisch zu ant­wor­ten. Und da­nach sam­melt sie al­le Me­di­en­be­rich­te über den An­lass und lässt sie wo­chen­lang de­mons­tra­tiv her­um­lie­gen.

Er ver­bringt noch ei­ne Wei­le mit sei­nem Freund John­nie, dann er­öff­net er Bri­git­te bei­läu­fig die Neu­ig­keit. „Stell, dir vor, wir wä­ren dies­mal an die­se Place-Dings-Par­ty ein­ge­la­den, hihi.“

Bri­git­te fällt ihm wi­der Er­war­ten nicht um den Hals. Sie zuckt mit den Schul­tern und sagt: „Zum Glück sagst du ja dann ab.“

„Zum Glück?“ Flei­gerts Bei­läu­fig­keit ist wie weg­ge­bla­sen. „Du warst es doch, die im­mer…“

„Wenn ich et­was an­zu­zie­hen hät­te“, un­ter­bricht sie ihn.

Ach so, denkt Flei­gert und ver­mei­det den Satz mit den vol­len Schrän­ken.

Statt­des­sen sagt er: „Dann kauf dir doch was Net­tes.“

Bri­git­te sieht ihn an. Er weiß nicht, ob mit­lei­dig oder ver­ächt­lich. Dann holt sie aus: „Die PLACE TO B‑PARTY ist DER Event der Ber­li­na­le. Es ist der An­lass mit der größ­ten Pro­mi­nen­ten­dich­te der Sai­son. Das Bor­chardt platzt auch an ge­wöhn­li­chen Werk­ta­gen vor Pro­mi­nenz aus den Näh­ten. Was glaubst, was da bei den Film­fest­spie­len los ist? Und ich soll da mit ‚et­was Net­tem’ auf­kreu­zen!“