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Die Methode Schrader

Karl­heinz Schra­der hat ei­ne stei­le Kar­rie­re ge­macht. Wenn Sie ihn fra­gen, ver­dankt er die­se vor al­lem sei­ner Art, Pro­ble­me an­zu­ge­hen: Er igno­riert sie ein­fach.

Er ver­drängt sie nicht. Ver­drän­gen kann man ja nur et­was, des­sen Exis­tenz man zur Kennt­nis nimmt. Das tut Schra­der nicht. Für ihn exis­tie­ren Pro­ble­me nicht. Und falls er Din­gen be­geg­net, die an­de­re als Pro­ble­me be­zeich­nen, über­lässt er de­ren Lö­sung de­nen, die sie als sol­che be­zeich­nen.

Und falls die­se an der Lö­sung schei­tern, wer­den sie selbst zu „Pro­ble­men“. Und folg­lich von Schra­der igno­riert.

Na­tür­lich ist auch das Igno­rie­ren so et­was wie ei­ne ak­ti­ve Re­ak­ti­on. Das macht die An­ge­le­gen­heit kom­plex. Et­was, das es nicht gibt, zu igno­rie­ren, ist an sich schon ei­ne an­spruchs­vol­le Auf­ga­be. Und das in­exis­ten­te „Co­vid Pro­blems“ ist in­zwi­schen so all­ge­gen­wär­tig ge­wor­den, dass selbst er manch­mal an die Gren­zen sei­ner Igno­rie­rungs­ka­pa­zi­tät stößt.