Die Höflichkeit der Könige

Vom Bü­ro zum Lei­nen­hof muss man im Mit­tags­ver­kehr mit et­wa ei­ner hal­ben Stun­de rech­nen. Sa­gen wir, zur Si­cher­heit, vier­zig Mi­nu­ten. Es muss nur ei­ne neue Bau­stel­le ent­stan­den sein, dann sind zehn Mi­nu­ten schnell weg.

Zwölf Uhr drei­ßig im Lei­nen­hof mi­nus vier­zig Mi­nu­ten, das heisst zehn vor zwölf ist Ab­fahrt spä­tes­tens. Al­so ein Ta­xi auf vier­tel vor zwölf. Eher et­was frü­her, falls es sich ver­spä­tet. Bän­zi­ger ruft im Emp­fang an und be­stellt ein Ta­xi auf zwan­zig vor zwölf.

Kurz dar­auf ruft er noch­mals an und än­dert die Zeit auf fünf nach halb zwölf. Da kann man noch so pünkt­lich sein, wenn der an­de­re schon dort ist, wirkt man im­mer wie zu spät. Der, der schon dort ist, ist im­mer im Vor­teil. Der Tisch, an dem er sitzt, ist dann sein Tisch. Der an­de­re muss sich zu ihm setzen. 

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