×
Passwort wiederherstellen
Abonnieren
Probeabo
Gutschein

Der verpasste Anruf

Mi­chae­la ist schon im Bett, aber Mau­rer zieht sich noch die Spät­aus­ga­be rein. Und als die vor­bei ist, zappt er sich noch durch die Kis­te. Dann schal­tet er sie aus und schaut auf dem Weg zum Schlaf­zim­mer noch beim Kühl­schrank vor­bei. Dort fin­det er et­was Tro­cken­fleisch ge­gen sein leich­tes Hun­ger­ge­fühl. Und et­was Prä­ven­ti­ves ge­gen den Durst, den die­ses aus­lö­sen könn­te.

Als er zu­rück ins Wohn­zim­mer kommt, leuch­tet das Dis­play sei­nes Han­dys auf dem Club­tisch­chen. Ein ver­pass­ter An­ruf.

Von Hein­rich Bach­mann!

Mau­rer lässt sich ins So­fa fal­len und nimmt ei­nen Schluck Bier.

Bach­mann ist sein Boss.

Nein, nicht nur sei­ner. Der von al­len!

Bach­mann steht hier­ar­chisch dort, von wo aus man ei­nen Ste­fan Mau­rer nicht an­ruft. Von wo man aus ei­nen Ste­fan Mau­rer al­ler­höchs­tens an­ru­fen lie­ße. Und auch das un­ter gar kei­nen Um­stän­den um 23:14.

Was kann das be­deu­ten?

Be­stimmt nichts Gu­tes. Dr. Hein­rich Bach­mann ruft doch nicht mit­ten in der Nacht ei­nen Un­ter­ge­be­nen an, um ihm et­was Er­freu­li­ches mit­zu­tei­len. „Ach, Herr Mau­rer, ich hof­fe, ich ha­be Sie nicht ge­weckt. Ich ha­be Ih­nen et­was Er­freu­li­ches mit­zu­tei­len, hal­ten Sie sich fest: Sie ma­na­gen ab so­fort die ge­sam­te GMP Com­pli­an­ce.“

Auf kei­nen Fall. Bach­mann ruft an, um ihm ei­ne Hi­obs­bot­schaft zu über­brin­gen. „Mau­rer“, wird er sa­gen, „ich hof­fe, Sie sit­zen. Sie ha­ben mor­gen frei. Und über­mor­gen auch. Und so wei­ter. Gu­te Nacht.“ (Fort­set­zung mit Abon­ne­ment…)